Arten von Ukulelen

Du willst anfangen, die Ukulele zu spielen? Schon seit Jahrzehnten ist die Ukulele auch im europäischen Raum sehr beliebt – stellt sie doch eine etwas kleinere und handlichere Alternative zu der sonst von Anfängern so gefürchteten Gitarre da. Ich zeige euch in diesem Artikel, welche Arten von Ukuleles es eigentlich gibt – denn „die Ukulele“ gibt es so gar nicht. Generell unterscheidet man nämlich 4 verschiedene Größen. Wer direkt eine Empfehlung zum Thema Ukulele kaufen braucht, schaut am besten bei easyukulele.de vorbei.

verschiendene_ukulelen

Die Sopranukulele

Die Sopranukulele könnte man auch als Standardukulele bezeichnen. Sie ist die meistgekaufte Größe und besitzt die typische hawaiianische Ukulelenlänge, die man überall sehen kann. Ihre Gesamtlänge beträgt insgesamt 53 bis 55 cm. Ich würde sagen, dass diese Ukulelengröße wahrscheinlich am besten ist, wenn man anfangen möchte, die Ukulele zu spielen – sie passt zu den meisten Hände- und Körpergrößen perfekt dazu – sollte man allerdings sehr groß sein oder sehr große Hände haben, könnte das das Spielen einer Sopranukulele immerhin ein wenig beeinträchtigen. In solch einem Fall sollte man sich die drei größeren Ukulelearten einmal genauer ansehen. Außerdem ist sie, nur vom Preis gesehen, die günstigste Ukulele – auch das ist ein Argument dafür, sie als Einstiegsukulele zu benutzen.

Die Konzertukulele

Die sogenannte Konzertukulele (auch teilweise „Alto“ genannt) ist ein bisschen größer als die Sopranukulele – ihre Gesamtlänge beträgt in etwa 58 cm, also ungefähr 5 cm größer als die Sopranukulele. Sie wurde als Weiterentwicklung der Sopranukulele in den 1920er Jahren entwickelt. Dem Namen treu wird diese Ukulele oft in Konzerten eingesetzt – dennoch hört sie sich nicht sehr viel anders an als die normale Sopranukulele, der Ton ist allenfalls ein klein wenig voller, was meiner Meinung nach allerdings nur bei geschulten Ohren einen Unterschied macht. Welche man am Ende besser findet, ist wohl nur eine Sache der Eingewöhnung – wenn es möglich ist, ist das Herumprobieren zum Beispiel im Musikfachhandel etwas, was ich natürlich im Voraus sehr empfehlen würde.

Die Tenorukulele

Tenor_UkuleleDie Tenorukulele ist noch ein wenig größer als die Konzertukulele – sie misst 66 cm. Dieses Ukulelemodell ist bei Profis sehr beliebt – es ist nicht das größte Modell, entwickelt aber einen etwas anderen Klang. Sie wurde um die gleiche Zeit erfunden wie die Konzertukulele. Da mit zunehmender Größe der Ukulele auch die Mensur (also die Länge der Saiten) zunimmt – hier beträgt sie 43 cm verglichen mit den 33 cm der Sopranukulele oder den 38 cm der Konzertukulele – klingt die Tenorukulele wie gerade schon erwähnt schon ganz anders als die gerade benannten Ukulelearten. Der Ton klingt voller und tiefer, einfach voluminöser.

Die Baritonukulele

Die Baritonukulele ist von allen Ukulelearten die größte. In den 1940er Jahren entwickelt misst die Baritonukulele ganze 76 cm mit einer Mensur von 48 cm. Das kommt schon fast an die Länge einer kleinen Akustikgitarre heran – wer eine solche also gewohnt ist, ist mit einer Baritonukulele gut beraten. Sie wird oft von Blues-Musikern benutzt, da die Stimmung einer Baritonukulele (DGBE) anders ist als bei den anderen 3 Ukulelemodellen, die oft mit einer GCEA-Standard-Stimmung gespielt werden. Diese Stimmung lässt einen sehr tiefen und hallenden Klang entstehen, der sich von der guten, alten Sopranukulele schon stark unterscheidet.

Welches Modell man also am Ende benutzt, ist egal – doch die Sopranukulele eignet sich in den meisten Fällen perfekt für den Einstieg in die Welt der Ukulele!

my KoAloha trio by Eric Golub / CC BY
Kamaka Tenor Ukulele by aaronHwarren / CC BY

Tonabnehmer für Ukulelen

Wenn du ein wenig mit der Ukulele vertraut bist, hattest du doch sicher auch schon die Idee gehabt, einmal auf die große Bühne zu treten – auch wenn die große Bühne nur die engsten Verwandten umfasst. Schließlich muss man ja auch mal klein anfangen, nicht wahr? Viele Menschen, die mit Instrumenten näher vertraut sind, wählen dafür dann einen Tonabnehmer. Doch was genau ist das und braucht man das unbedingt, um vor Publikum zu spielen?

Was ist ein Tonabnehmer?

TonabnehmerEs gibt zum Beispiel einen aktiven und einen passiven Tonabnehmer. Ganz grundsätzlich gesagt ist ein Tonabnehmer jedoch etwas, was in die Ukulele eingebaut wird. Dann werden die Schwingungen, die beim Spielen erzeugt werden, in elektrische Signale umgewandelt. Diese können dann von einem Aufnahmegerät empfangen und zum Beispiel auf Lautsprecher übertragen werden, um einen großen Raum mit dem nötigen Klang zu füllen. Aktive Tonabnehmer haben dabei einen sogenannten integrierten „Preamp“, der insgesamt die Klangqualität verbessert. Dafür brauchen diese aber auch aktiv Strom. Passive Tonabnehmer haben keinen integrierten Preamp, brauchen dafür aber auch keinen Strom, um zu funktionieren – außerdem sind sie teilweise günstiger.

Braucht man denn unbedingt einen Tonabnehmer?

Ob man einen Tonabnehmer nun unbedingt braucht oder nicht hängt eigentlich schlicht und einfach davon ab, wo du spielen willst, was du für ein Ziel hast und welchen Effekt du am Ende erzielen möchtest. Wenn du vor einem größeren Publikum spielst, ist ein Tonabnehmer sicherlich eine gute Investition – du kannst die elektrischen Schwingungen einfach auf Lautsprecher übertragen und somit den ganzen Raum ausfüllen. Außerdem steigert es die Tonqualität. Bei kleineren Räumen und somit einem kleineren Publikum lohnt es sich nicht sehr – außer natürlich, du willst die Tonqualität steigern. Das Gleiche gilt auch, wenn nur du dein einziger Zuhörer bist – du kannst dir dennoch einen Tonabnehmer zulegen, um die Qualität des Sounds deiner Ukulele zu steigern und somit mehr Spaß am Spielen zu haben. Es ist aber natürlich nicht Pflicht und lohnen tut es sich mehr, je mehr Zuhörer deinem Spiel lauschen.

Hier habe ich Dir mal ein kleines Video (auf Englisch) angehängt, dass zeigt, wie man einen Tonabnehmer einbaut:

Fazit

Meiner Meinung nach ist ein Tonabnehmer schon eine feine Sache – egal, ob aktiv oder passiv, es steigert die Qualität deines Spielens. Ein aktiver Tonabnehmer reduziert zusätzlich nerviges Rauschen in Lautsprechern oder anderen Ausgabegeräten, dank integriertem Preamp. Nimmst du deine Töne auf, ist ein Tonabnehmer fast schon Pflicht. Ansonsten kannst nur du entscheiden, ob du einen aktiven oder passiven Tonabnehmer wirklich brauchst oder du einfach ohne Tonabnehmer spielen willst. Abhängig ist es von der Größe des Raumes, der Anzahl zuhörender Menschen und schlicht und einfach deinem eigenen Geschmack.

Wer mehr wissen möchte, kann zum Beispiel auch mal bei Ukulelehunt vorbeischauen.

Herzlich Willkommen!

Liebe Freunde der Ukulelen-Musik,

wir heißen Euch herzlich auf dem Blog der Band Ukie Yuk Yuk willkommen. Wir freuen uns, dass Ihr den Weg zu uns gefunden habt und können Euch hoffentlich hier bald einige spannenden Geschichten rund um das Thema Musik, Ukulele, Gitarre und vieles mehr erzählen.

Bis dahin alles Gute
Ukie Yuk Yuk